Häufigste Fallen beim Online Shopping
- 03.08.2024
- von Alexandra
Online Shopping erleichtert unser Leben in vielerlei Hinsicht, denn es spart Zeit und oft auch Geld. Aus diesem Grund hat beinahe jeder Händler auch bereits einen Online Shop, von wo man in ein paar schnellen Schritten bequem von Zuhause bestellen kann. Diese Bequemlichkeit wird jedoch von Betrügern mehr und mehr ausgenutzt. Online-Betrügereien wie Phishing bleiben eine bedeutende Bedrohung, besonders in der Hochsaison für Einkäufe, wie vor den Feiertagen. Es wurde festgestellt, dass etwa 20 % der jährlichen Phishing- und Scam-Aktivitäten zwischen September und November stattfinden. Zu den häufigsten Betrugsmaschen gehören gefälschte Lieferbenachrichtigungen bzw. Zahlungsaufforderungen und betrügerische Online-Shops. Wir zeigen auf, was einem beim Online Einkauf so alles widerfahren kann, wenn man nicht aufpasst.
Fake Webshops und Markenfälscher
Fake-Shops sind immer schwerer zu erkennen. Teilweise sind sie Kopien real existierender Websites, sie wirken seriös und lassen daher auf dem ersten Blick selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Vor allem, wenn man bei diesem Anbieter (dem echten) schon mal bestellt hat. Mit gut kopierten Produktbildern und Informationen aus dem Internet sowie einem professionellen Erscheinungsbild gewinnen unseriöse Online Shops das Vertrauen der Käufer und versuchen diese über unsichere Zahlungsarten, wie Überweisungen und Vorkasse, zu Zahlungen zu überreden. Nicht selten werden nach geleisteter Vorauszahlung minderwertige Waren oder Fälschungen zu einem überhöhten Preis verschickt, mitunter wird das Produkt aber auch gar nicht geliefert.
Auch bei Online-Riesen wie Amazon ist man vor Betrügern nicht immer geschützt. Der US-Konzern bietet nicht alle Waren selber an, sondern erlaubt auch Drittanbietern Artikel über die Plattform zu verkaufen. Aus diesem Grund sollte die Bezahlung immer über Amazon abgewickelt werden.
KI als neue Waffe in Cyberangriffen: Cyberkriminelle nutzen zunehmend KI, um realistischere Phishing- und Scam-Kampagnen zu erstellen. Dadurch können betrügerische Webseiten und E-Mails immer realistischer gestaltet werden und täuschend echt wie bekannte Marken auftreten. Gerade Konsumenten fallen zunehmend auf solche täuschend echten Fake-Shops oder vermeintliche Support-Services herein
Kleinanzeigen auf Willhaben.at, Vinted & Co
Verkaufsplattformen für Private so wie Willhaben.at bergen natürlich ein großes Risiko, denn Betrüger haben es hier besonders leicht. Verlangt der Verkäufer eine Vorauszahlung, muss man auf sein Wort vertrauen und hoffen, dass man statt dem gekauften neuwertigen iPhone nicht ein kaputtes Gerät oder einen Ziegelstein bekommt. Oder eben gar nichts. Man ist also nur „safe“, wenn man sich das Produkt und seine Funktionstüchtigkeit vorher selbst ansieht, also analog.
Es gibt hier mittlerweile schon Käuferschutzprogramme, für die man aber natürlich wieder extra zahlen muss.
Zudem gibt es auf solchen Plattformen auch neue Phishing-Methoden. Hier wird versucht über die Nachrichtenfunktion dieser Dienste an persönliche Daten zu kommen. Es werden unter anderem falsche Textnachrichten, E-Mails und QR-Code-Anhänge verschickt, in denen man Nutzer darüber informiert, dass eine Aktualisierung ihrer Kontaktdaten erforderlich sei.
Gefälschte Zahlungsaufforderungen durch Phishing
Phishing wird der Trick genannt, geheime Daten, die z.B. für das Online-Banking, Online-Shops oder Soziale Netzwerke genutzt werden, herauszulocken. In der Regel werden dazu betrügerische E-Mails oder Chatnachrichten versendet, in denen dazu aufgefordert wird, Links zu folgen oder Dateianhänge zu öffnen und anschließend persönliche Daten einzugeben. Klingt so banal, dass man meinen könnte, darauf würde sowieso keiner hereinfallen. Doch auch hier werden die Betrüger immer raffinierter und nutzen täuschend ähnliche E-Mail Adressen und Inhalte von bekannten Firmen bzw. Online Shops. Wenn dadurch in weiterer Folge ein finanzieller Schaden entsteht, haftet die Bank häufig nicht, da der Kunde durch die Datenweitergabe fahrlässig gehandelt hat.
Reisebuchungen
Social Engineering
Unter Social Engineering versteht man, das gezielte Manipulieren von Personen, um bestimmte Verhaltensweisen hervorzurufen oder um Zugriff zu vertraulichen Informationen zu erhalten. Auch beim Online-Shopping werden oft Social Engineering Techniken von unseriösen Online Shops benutzt, welche dann meist mit Phishing Attacken kombiniert werden. Dabei wird zum Beispiel eine Webseite präpariert, die nach dem Zahlungsvorgang eine Fehlermeldung anzeigt. Kurze Zeit später meldet sich dann ein „Mitarbeiter“ der Firma und bietet seine Hilfe bei dem Zahlungsvorgang an. Wenn ein Kunde dann seine Zahlungsdaten per Telefon durchgibt, können diese dann für beliebige andere Zwecke missbraucht werden. Zur Verschleierung werden dann oft die echten Waren oder Dienstleistungen bestellt, um den Kunden in Sicherheit zu wiegen. Meistens jedoch auch zu einem höheren Preis als bei der originalen Bestellung durch den Kunden.
Schadsoftware eingekauft?
Abo-Fallen
Es gibt es Seiten, die Käufer, wenn diese nicht aufpassen, in ein Abomodell einbinden und dann monatliche Mitgliedsgebühren verlangen. Nur wer bis zum letzten Klick genau liest, kann solchen Fallen entgehen.
Vermeintliche gratis Angebote
Attraktiv gestaltete Websites bieten vermeintliche Gratis-Spiele, -Rezepte, -Tattoo-Vorlagen, -Gedichte, -Horoskope, -Hausaufgaben, -Routenplaner oder -Filmstreams etc. an. Die Kostenhinweise werden mehr oder weniger versteckt. In der Hektik, mit der die meisten Menschen Websites überfliegen, übersehen sie oft diese Preisangaben. Einige Wochen später folgt dann die böse Überraschung: Eine Rechnung flattert ins Haus und für den Fall, dass man eine Zahlung ablehnt, wird sofort mit Inkassobüro und Rechtsanwalt gedroht. Viele lassen sich von den Drohungen einschüchtern und bezahlen – unnötigerweise – die Rechnung. Von diesen Abzocke-Fallen sind auch häufig Kinder und Jugendliche betroffen.
Wo bekomme ich Hilfe bei Online Shopping Betrug?
Es gibt in Österreich verschiedene Anlaufstellen, an die man sich bei finanziellen Schäden durch Internetbetrug wenden kann. Wir haben diese zusammengefasst und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt. Du findest sie im Artikel „Auf Fake-Shop reingefallen: So bekommst du am ehesten dein Geld zurück.“
Wir haben diesen Beitrag zu deiner Grundlegenden Information mit größter Sorgfalt recherchiert und ausgebreitet. Der Beitrag erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit und ersetzt keine persönliche Beratung durch den jeweiligen Experten.
- 03.08.2024
- von Alexandra
Alexandra
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